
Über das Projekt
In Glasin wird die Rosenhäger Wiese, eine ehemalige Moorfläche, wiedervernässt und zu einem Moor renaturiert. Dadurch kann die Zersetzung von organischem Material gestoppt und auch die Emission von CO2 vermieden werden. Zusätzlich dient das entstehende Moorbiotop zahlreichen hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum.
Das Besondere: Die Renaturierung der Moorfläche unterstützt nicht nur in besonderem Maße den Klimaschutz, sondern trägt durch die Schaffung von Lebensräumen auch zur lokalen Biodiversitätsförderung bei.
Steckbrief
Das passiert auf der Fläche

Einbringung der Pegelstandsensorik im Mai 2025
Vom entwässerten Grünland zum lebendigen Moor
Bei der Projektfläche handelt es sich um einen historischen Moorstandort. Durch das Anlegen von Entwässerungsgräben wurde die Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung verfügbar gemacht und seitdem als Dauergrünland zur Futtermittelgewinnung genutzt und mehrfach im Jahr geschnitten. Die künstliche Entwässerung führt zur Zersetzung des organischen Materials und setzt kontinuierlich CO2 frei. Ziel ist es, über die Jahre ein intaktes Moorbiotop entstehen zu lassen, das CO2-Emissionen verhindert und hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten dringend benötigten Lebensraum bietet – besonders wichtig, da 70% aller Moorpflanzen durch Mangel an Lebensraum vom Aussterben bedroht sind.
Diese Maßnahmen werten die Fläche auf
Zunächst wurden umfassende Prüfungen und Begutachtungen durchgeführt, um das Renaturierungspotenzial des Gebiets zu bestimmen und die zu erwartende Emissionsvermeidung zu ermitteln. Nach erfolgreicher Beantragung der Aufwertungsmaßnahmen bei der unteren Naturschutzbehörde erfolgt die Wasserstandsanhebung für die Projektfläche. Dies geschieht durch die Demontage der ehemals angelegten Entwässerungsgräben, wodurch die Rosenhäger Wiese wiedervernässt werden kann. Die vollzogenen Maßnahmen werden abschließend von den unteren Naturschutzbehörden abgenommen und langfristig gesichert. Die Rosenhäger Wiese entwickelt sich dabei zu mehr als nur einer Renaturierungsfläche – in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung und der Universität Greifswald wird sie zum wissenschaftlichen Testfeld, auf dem Pegelstandssensorik die Moorentwicklung präzise dokumentiert.
Erkunden Sie das Projekt interaktiv
Ökologische Rendite: Ihre Key Benefits
Mit einem Investment in das Moorprojekt Rosenhäger Wiese leisten Sie einen direkten Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Speicherung und Emissionsvermeidung. Die Wiedervernässung stoppt die Freisetzung von klimaschädlichen Gasen und schützt das im Torf gebundene CO2. Gleichzeitig entsteht ein Lebensraum für vom Aussterben bedrohter Moorpflanzen und sie fördern den Erhalt hochspezialisierter Arten, die auf intakte Moorlebensräume angewiesen sind. Das renaturierte Moor fungiert als wichtiger Grundwasserspeicher & Hochwasserschutz, indem es große Wassermengen zurückhält und die Wasserqualität durch natürliche Filterung verbessert. Die Fläche wird wissenschaftlich vom Fraunhofer-Institut begleitet, was zusätzliche Erkenntnisse für zukünftige Moorprojekte liefert und den Modellcharakter des Projekts unterstreicht.

Moorbiotop – Lebensraum für hochspezialisierte Arten und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
Projektbeitrag zu den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

SDG 15: Leben am Land
Landökosysteme schützen und wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.


