Biotopkomplex Ippenburg

49512

,

Niedersachsen

Extensivgrünland
Streuobstweide
Gehölze im Offenland

Über das Projekt

Der Biotopkomplex Ippenburg umfasst mehrere Einzelflächen, die gemeinsam als zusammenhängendes ökologisches Netzwerk geplant und entwickelt werden.

Wie viele Landschaften in Deutschland war das Gebiet rund um Schloss Ippenburg über Jahrzehnte intensiv landwirtschaftlich geprägt. Die Hunte und der Wimmerbach wurden in den 1960er Jahren begradigt und in tiefe, breite Kanäle gezwängt – ihrer natürlichen Dynamik beraubt, ökologisch weitgehend wertlos. Ehemalige Auen wurden zu Acker- und Intensivgrünland umgewandelt. Pappelforste ersetzten standortheimische Laubwälder. Bäche in den Kerbtälern südlich von Bad Essen wurden durch Fichtengehölze beschattet und in Rohren unter Wirtschaftswegen hindurchgeleitet.

Das Ergebnis: eine stark vereinfachte Landschaft mit geringer Artenvielfalt, verschlechterter Wasserqualität und eingeschränkter ökologischer Funktion.

Steckbrief

Ausgangzustand
Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen
Zielzustand
Extensivgrünland
Streuobstweide
Gehölze im Offenland
Gesamtfläche des Projekts
76.5
ha

Das passiert auf der Fläche

Der Biotopkomplex Ippenburg gliedert sich in sieben Teilprojekte: die abgeschlossene Renaturierung der Hunte (11 ha, neuer Flusslauf, Überflutungsauen, Wiesenvögel), die laufende Renaturierung des Wimmerbachs (230 m, Schilfbecken, Steilwand für Uferschwalben und Eisvogel), die Entwicklung der Kerbtäler im Wiehengebirge (Fichtenentnahme, naturnahe Bachläufe, Sukzession), die Anlage von Streuobstwiese und Wallhecken, den Stipendiatenwald mit vollständigem Nutzungsverzicht auf 94.450 m², den Sumpfwald in der Bohmter Heide mit Wasserpegelanhebung sowie die Grünlandextensivierung auf mehreren Ackerflächen mit Anlage von Blänken und Feuchtgrünland für Wiesenbrüter.

Der Biotopkomplex Ippenburg ist kein isoliertes Einzelprojekt, sondern ein zusammenhängendes Netzwerk von Lebensräumen. Die Renaturierung der Fließgewässer stellt natürliche Gewässerdynamik wieder her – mit Mäandern, Überflutungsauen und wechselnden Fließgeschwindigkeiten, die Lebensraum für Fische, Amphibien, Libellen und Wasservögel schaffen. Die Verbindung aus offenen Feuchtwiesen, strukturreichen Wallhecken, naturnahem Wald und renaturierten Bächen bietet einer Vielzahl an gefährdeten Arten neuen Lebensraum.

Bereits heute sind auf den fertiggestellten Flächen Kiebitz, Störche, Fischreiher, Rotmilan und zahlreiche Kleinlebewesen nachgewiesen. Die Wasserqualität der Hunte verbessert sich messbar – und trägt damit zur langfristigen Sanierung des Dümmers bei. Natürliche Hochwasserrückhaltung durch Überflutungsareale schützt flussabwärts liegende Gebiete.

Plakat „Renaturierung der Hunte” herunterladen.

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Ökologische Rendite: Ihre Key Benefits

Der Biotopkomplex Ippenburg wird nach dem bewährten Ökopunktsystem bewertet und durch die zuständige Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück amtlich anerkannt. Das gibt Investoren Planungssicherheit und Qualitätsgarantie. Das Gesamtkonto umfasst rund eine Million Ökopunkte – damit steht eines der größten freiwilligen Naturschutzprojekte im Raum Osnabrück zur Verfügung.

Das Investment ist auf Basis der Biotopwertpunkte individuell in Quadratmeter umrechenbar, was eine klare und nachvollziehbare Zuordnung des eigenen Anteils am Projekt ermöglicht. Das Engagement kann aktiv kommuniziert werden – für CSRD-Berichte, ESG-Commitments und die interne wie externe Nachhaltigkeitskommunikation.

Durch die Sichtbarkeit des Projekts am bekannten Standort Schloss Ippenburg – Heimat der berühmten Ippenburger Gärten, die jährlich Zehntausende Besucher anziehen – erhält das Investment eine besondere öffentliche Strahlkraft, die über andere Kompensationsprojekte hinausgeht.

Renaturierungsmaßnahmen im Biotopkomplex

Jede Maßnahme trägt dazu bei, Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen und die biologische Vielfalt zu stärken.

Projektbeitrag zu den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung

Unsere Projekte leisten einen direkten Beitrag für die Erreichung der globalen UN Ziele für nachhaltige Entwicklung. Folgende SDGs werden durch den Biotopkomplex in Brönninghausen angesprochen.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Pflanzungen von Bäumen, Hecken oder Grünlandpflanzen erhöhen die Biodiversität, die wiederum eine wichtige Voraussetzung für Erfolge im Klimaschutz darstellt. Je höher die Biodiversität, desto besser kann sich die Natur an den Klimawandel und seine Folgen anpassen.

SDG 15: Leben am Land

Die angelegten Pflanzen bieten vielen Tieren wie Rebhühnern, Fröschen, Hasen, Vögeln und Insekten Nahrungsquellen, Lebensraum und Schutz.

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Durch die Wiedervernässung der Moorflächen wird die Wasserqualität verbessert, indem Schadstoffe gefiltert und das Wasserrückhaltevermögen erhöht wird. Dies trägt zur Stabilisierung der lokalen Wasserversorgung bei und fördert den Zugang zu sauberem Wasser für umliegende Gebiete.

Video-Einblick ins Projekt

Unsere Projektpartner

Gemeinsam mit Unternehmen und Organisationen schaffen wir hochwertige Lebensräume, fördern Artenvielfalt und machen ökologische Verantwortung sichtbar.
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