
Über das Projekt
Das Projekt liegt südöstlich von Niederstotzingen, nahe dem Gundelfinger Moos und im Vogelschutzgebiet „Donauried“. Ausgangszustand war eine konventionell bewirtschaftete Ackerfläche. Ziel ist die Umwandlung in eine vielfältige Agrarlandschaftsstruktur aus extensivem Grünland, blütenreichen Brachen und Heckenstrukturen, um Biodiversität und einen Biotopverbund zu stärken und gleichzeitig gezielt stark gefährdete Feldvogelarten zu fördern.
Steckbrief
Das passiert auf der Fläche

Dieses Naturschutzprojekt im baden-württembergischen Donauried (Landkreis Heidenheim) realisiert eine gezielte Habitatverbesserung für das vom Aussterben bedrohte Rebhuhn (Perdix perdix), sowie Grauammer (Emberiza calandra). Auf einer Fläche von rund 2,9 Hektar wird intensiv genutztes Ackerland in ein hochwertiges Biotopmosaik umgewandelt. Ziel ist die dauerhafte Etablierung neuer Reviere in einer der bedeutendsten Grundwasserschutzzonen Baden-Württembergs.
Konkret wird die bisherige Ackerfläche in extensiv bewirtschaftetes, artenreiches Grünland (Fettwiese mittlerer Standorte) überführt, das über eine naturverträgliche Mahd und Altgrasstreifen dauerhaft strukturreich bleibt. Ergänzend werden mehrjährige Ackerbuntbrachen angelegt, teils feldvogelorientiert und teils bestäuberfreundlich mit Regiosaatgut, die durch eine alternierende Pflege ihre Funktion als Deckungs- und Nahrungsraum über die Jahre hinweg behalten. Als drittes Element kommen lockere Niederhecken hinzu, die ohne starke Kulissenwirkung Struktur in die Fläche bringen und zusätzliche Rückzugsräume schaffen. Die Maßnahmen sind insgesamt so abgestimmt, dass Brutzeiten berücksichtigt werden und ganzjährig geeignete Nahrungs und Rückzugsräume entstehen.
Erkunden Sie das Projekt interaktiv
Ökologische Rendite: Ihre Key Benefits
- Förderung gefährdeter Feldvögel: Schaffung neuer Brut- und Aufzuchthabitate für Grauammer und Rebhuhn
- Mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft: blütenreiche Strukturen, Insektenförderung und vielfältige Vegetationshöhen
- Biotopverbund & Strukturvielfalt: Brachen, Grünland und Hecken vernetzen Lebensräume
- Nachvollziehbarer Impact: klar abgegrenzte Fläche, gut kommunizierbare Maßnahmenbausteine und Entwicklung über die Zeit

Projektbeitrag zu den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung

SDG 15: Leben am Land
Landökosysteme schützen und wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.
